Mit der Januar-Sitzung am vergangenen Donnerstag begann das Stadtratsjahr 2026. Im Mittelpunkt der Sitzung standen der Abwasserverband AGV, die Feuerwehr Igelsdorf und vor allem der Beschluss des Haushalts 2026.
Vorstellung des Sachstandes beim AGV
Der Abwasser- und Gewässererhaltungsverband Mittlere Regnitz wurde 1968 gegründet. Mittlerweile umfasst er die Mitgliedsgemeinden Baiersdorf (alle Ortsteile), Langensendelbach (inklusive des Ortsteils Bräuningshof), Effeltrich (ohne den Ortsteil Gaiganz) Poxdorf und Marloffstein (nur die Ortsteile Adlitz und Atzelsberg) mit insgesamt 18.000 Einwohnern. Von ihm werden die vollbiologische Kläranlage in Baiersdorf (25.000 Einwohnerwerte) sowie mehrere Bauwerke zur Mischwasserbehandlung, Verbindungssammler, Regenwasserbehandlungsanlagen und Misch- und Schmutzwasserpumpwerke betrieben. Geschäftsführer ist Herr Neumann, der auch die Präsentation des Sachstandes in der Sitzung übernahm. Der Verband ist gerade dabei, sich zukunftsfest aufzustellen. Dabei werden viele Versäumnisse der Vergangenheit aufgearbeitet. Das betrifft sowohl notwendige Sanierungsmaßnahmen als auch die Genehmigung eines Generalentwässerungsplans (diese liegt seit 2008 nicht mehr vor). Vielen Dank an Herrn Neumann für den Vortrag und das Duo aus der Verbandsvorsitzenden Eva Ehrhardt-Odörfer und dem Geschäftsführer Herr Neumann für das Anpacken von Themen, die unter den Vorgängern lange liegengeblieben sind.
Bestätigung der Kommandanten der Feuerwehr Igelsdorf
In einer Dienstversammlung am 27.12.2025 hat die Freiwillige Feuerwehr Igelsdorf ihren Kommandanten Herrn Ruschig und seinen Stellvertreter Herrn Kern im Amt bestätigt. Dies bedarf der Zustimmung des Stadtrates, die selbstverständlich erteilt wurde. Vielen Dank für das Engagement und alles Gute für die weitere Arbeit!
Verabschiedung des Haushalts 2026
Nach mehreren Vorberatungen stand nun der finale Haushaltsentwurf zur Abstimmung. In diesem umfasst der Verwaltungshaushalt 23.546.100€ und der Vermögenshaushalt 7.101.000€. Der Überschuss des Verwaltungs- und damit die Zuführung in den Vermögenshaushalt beträgt 543.990€. Einer Kreditaufnahme zur allgemeinen Deckung der Ausgaben von 550.510€ stehen Tilgungsleistungen von 750.000€ entgegen. Hinzu kommt ein Kredit zur Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus in der Judengasse (Wohnstift-Christian-Heinlein), der aber als rentierlicher Kredit (führt zukünftig zu stetigen Mieteinnahmen für die Gemeinde) problemlos genehmigt wurde. Besonders beachtlich ist, dass durch solides Wirtschaften im vergangenen Jahr eine Rücklage von 2.000.000€ und Haushaltsreste von 1.400.000€ gebildet werden konnten, welche die allgemein herausfordernde Lage für Kommunen derzeit ganz wesentlich abfedern. In meiner Haushaltsrede für die SPD-Fraktion habe ich genau dieses solide Wirtschaften hervorgehoben und mich dafür bei der Ersten Bürgermeisterin, dem Kämmerer und der Verwaltung bedankt. Ohne die rentierlichen Schulden, die als sichere Investition zu betrachten sind, baut die Stadt Baiersdorf erneut mehr Schulden ab als sie aufnimmt. Ein Trend, der bereits über die letzten Jahre mit einer Reduktion des Schuldenstandes um einen Viertel seit 2020 so anhält. Grund dafür ist die nachhaltige Gewerbepolitik der Stadt, die zu einer Steigerung der Gewerbesteuer um 3.000.000€ seit 2020 und 700.000€ im letzten Jahr geführt hat. Besonders wichtig ist uns als SPD-Fraktion, dass die freiwilligen Leistungen, wie der Seniorenfahrdienst oder das Jugendmusikinstitut, weiter erhalten bleiben. Diese Einrichtungen bereichern unsere Stadt und tragen zum guten Zusammenleben bei. Die Investitionen in diesem Bereich lohnen sich! Gut, dass durch das solide Wirtschaften gerade für diese Dinge genug Mittel zur Verfügung stehen. Insgesamt steht Baiersdorf stabil da und wird dies bei einer Fortsetzung dieses überlegten Handelns auch weiter tun.
Dieser Bericht wurde verfasst von:
Thomas Voit (Fraktionssprecher & Stadtrat)
E-Mail: thomas.voit@spd-baiersdorf.de
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